7. Januar 2019

Zeit für Veränderung – der Einstieg in eine vegane Ernährung

Mahatma Gandhi sagte einmal:

 

„Wir müssen der Wandel sein, den wir in der Welt zu sehen wünschen.“

 

Wenn wir etwas verändern, unsere Umwelt und somit auch uns selbst schützen wollen, dann liegt der Anfang immer bei uns selbst. Die Veränderung ist die Folge unserer Taten.

 

Veränderung bedeutet auch, dass man seine Komfortzone verlässt und sich auf etwas Neues einlässt. Klar, man muss Zeit investieren, viel lesen und ausprobieren, bis das neue Wissen in den Alltag integriert ist. Darum nicht gleich den Kopf in den Sand stecken! Je mehr man sein Hirn mit Wissen füttert, desto einfacher gelingt die Veränderung und man entdeckt eine neue Vielfalt an Möglichkeiten, die einem zur Verfügung stehen.

 

Verlassen wir mal für etwa 10 Minuten unsere Komfortzone und lassen uns gemütlich bei einer Tasse Kakao von neuen Möglichkeiten des Konsums und wie man einen einfacheren Einstieg in eine tierfreie Konsumalternative findet, berieseln 😊

  

Möglichkeiten für einen guten Einstieg in eine pflanzliche Ernährung

 

 

Alles Gemüse!

 

Wer hätte es gedacht? Ja, die Gerüchte um den Veganer/ die Veganerin stimmen. Hauptakteur und somit die Basis der Ernährung ist Gemüse. In allen Variationen. Gemüseauflauf, Gemüsepfanne, paniert, frittiert, roh oder knusprig angebraten. Am besten natürlich regional und saisonal. Ist gut für die Umwelt, da kürzere Handelswege. Gut für mich, da weniger Konservierungsstoffe und gut für regionale Wirtschaft und Bauern. Wer gute Bio oder demeter Qualität bevorzugt, wird in Biomärkten, auf regionalen Frischemärkten und sogar in Onlineshops fündig. Wer aus Berlin / Brandenburg kommt, findet gutes und überwiegend regionales/saisonales Gemüse (und andere Lebensmittel) z.B. bei Abokiste ApfeltraumEtepetete rettet Bio-Gemüse von Bio/demeter - Höfen, welches nach bestimmten Normvorschriften nicht in Märkten verkauft werden darf

 

 

Die Milch im Kaffee ist wie Salz in der Suppe

 

Ja, die gute alte Milch. Wozu ist sie biologisch betrachtet eigentlich nochmal da? Ach ja, sie ist die erste Nahrung, die kleine menschliche oder tierische Babys zu sich nehmen. Homemade by Mama. Für Babys lecker und gesund. Aber auch nur in dieser Form, da sie unbehandelt und natürlich ist. Mal ganz abgesehen davon, dass die tierische Muttermilch durch Zugaben und Verarbeitungsprozesse fast ihren natürlichen Zustand und Inhaltsstoffe verloren hat, ist es doch eigentlich auch ziemlich unnatürlich, die Babynahrung anderer Lebewesen zu konsumieren, obwohl der ausgereifte erwachsene Körper nicht mehr in der Lage ist, Milchzucker abzubauen und wir eine Anhäufung von Laktoseintoleranzen zählen. Betrachtet man die Natur und ihren Lauf, so fällt auf, dass der Mensch das einzige Lebenwesen ist, dass sich noch im Erwachsenenalter von Milch anderer Lebewesen ernährt (Käse natürlich mit eingeschlossen). Irgendwie schräg, oder nicht?!

Alternativen? Pflanzenmilch! Weniger fett, kein Cholesterin. Einmal querbeet durch das hiesige Angebot von Hafermilch, Reismilch, Mandelmilch oder Milch aus anderen Nüssen und Getreiden durchschlürfen. Mal die Pflanzenmilch aus dem Supermarkt, mal eine aus dem Biomarkt. Denn auch da gibt es Unterschiede in Qualität und Reinheit. Gesüßt oder ungesüßt. Man wird garantiert mindestens eine Alternative finden, die ziemlich lecker im Kaffee (z.B. Haselnussmilch oder Reismilch) schmeckt oder sich gut zum Kochen, Backen oder im Müsli (z.B. Hafermilch oder Sojamilch) eigenen. „Probieren geht über Studieren!“, sagt man doch oder?

Das Gleiche gilt natürlich auch für Sahne, Quark, Creme Fraiche, etc. Gibt es mittlerweile auch alles in pflanzlicher Variation, womit man auch wunderbar kochen, backen oder es einfach so genießen kann. 

 

 

Alles Käse!

 

Hat man dann doch einmal Lust auf eine überbackene Nudel-Gemüse-Pfanne oder Käsebrötchen, so gibt es auch im Bereich Käsealternative eine gute Auswahl. Man findet mittlerweile auch in größeren gut sortierten Supermärkten vegane Streukäse-Alternativen, aber auch in Scheibenform (z.B. Simply V, Violife,..).

Es gibt zwei Unternehmen, die mit ihren Käsealternativen definitiv geschmacklich sehr überzeugen und die Basis nicht aus chemischen Erzeugnissen sondern aus natürlichen Zutaten wie Cashew oder Soja besteht. Happy Cashew (ehem. Happy Cheeze) und Serotonina haben ziemlich leckere „käsige“ Alternativen entwickelt, die man sich bedenkenlos hin und wieder ganz gut gönnen kann.

‘N Zehner für 150g ist dir zu teuer? Verständlich! Das liegt daran, dass dies, im Vergleich zur konventionellen Agrarwirtschaft, Unternehmen sind, die zum einen nicht staatlich gefördert und zum anderen nicht in absurd übertrieben hoher Stückzahl produzieren. Und mal ehrlich: wenn man sich das hin und wieder gönnt, ist das auch kein Vermögen. Ist man erst einmal Losgelöst von der heutigen „ich-muss-alles-sofort-und-immer-haben“ - Mentalität und Genügsamkeit und entschleunigter Genuss wieder mehr geschätzt werden, dann passt auch ‘n Zehner für ‘ne ordentliche Käsealternative.

 

 

Jetzt ein Wurstbrot!

 

Nicht nur Käse sondern auch Wurst/Fleisch wird in vielerlei Form aus pflanzlichen Zutaten hergestellt. Wer also nicht auf eine Scheibe Lyoner, Salami oder ein Schnitzel verzichten möchte, findet auch im Supermarkt oder Biomarkt gute Alternativen aus bspw. Weizeneiweis (z.B wheaty).

Tofu, Seitan, Tempeh, Lupinen, Linsen oder Getreide (z.B. Bulgur oder Grünkern) eignen sich aber auch hervorragend, um seine eigene Fleischalternative herzustellen in Form von Hack, Geschnetzeltes, Bratlinge, Würste, Braten uvm. Im Netz findet man Unmengen an veganen Gerichten mit Fleischalternativen, bei dem jedes kochliebhaber – Herz garantiert Luftsprünge macht :) 

 

„Schmeckt ja aber nicht wie Fleisch“. Nun ja, es IST ja auch kein Fleisch. Dennoch kommen einige Produkte sehr nah an die tierische Variante ran. Betrachtet man das Ganze nicht als „Ersatz“ sondern als „neues“ Produkt, so kann man ganz unvoreingenommen neue Geschmäcker und Gerichte entdecken, die vielleicht nicht immer mega gesund, aber dafür ziemlich lecker sind. Aber bei „echtem“ Fleisch ist es ja auch nicht anders oder?! Mit dem Unterschied, dass bei einer veganen Variante kein Tier für ein 5-minütiges Geschmacksvergnügen leiden und sterben muss. 

 

 

Süßes und Saures

 

Du weißt ja, auf welcher Seite du dich hier befindest ;)

  

Wenn du dir bei manchen Produkten nicht sicher sein solltest, ob sie auch wirklich keine tierischen Inhaltsstoffe haben, dann ist Codecheck immer sehr hilfreich und informativ. Einfach als App aufs Handy laden und du kannst deinen Supermarkt mal durchscannen :)

 

 Viel Spaß beim Entdecken, Ausprobieren, Selbstproduzieren, Naschen, Verzweifeln, Freuen und ganz wichtig: Genießen!