15. Oktober 2018


Die reise des kakaos


Wir haben lange überlegt, über welches Thema wir als ersten Eintrag in unserem Magazin wohl schreiben könnten. So schien es uns sinnvoll, dort zu beginnen, wo alles beginnt…die Herkunft des Kakaos!

Jeder Produzent hat seine eigenen bevorzugten Lieferanten. Darum haben wir uns einen unserer Hersteller ausgesucht und mal nachgefragt, wo genau deren Kakaoproduzent herkommt und wie der Kakao von seinem Herkunftsland bis in unsere Hände gelangt. Wir bekamen sehr liebevolle und informative Unterstützung von Lovechock, die uns sehr ausführlich den Weg „ihrer“ Kakaobohne vom Anbau bis in den Mund des Schokoliebhabers erklärten.

 

 

Der Weg der Kakaobohne beginnt immer auf einer Plantage. 

Dort werden die Kakaobäume von den Bauern gepflanzt, gepflegt und geerntet. Alles aus einer Hand und meist ohne große Plantagenbesitzer. Die Wahl der Kakaoplantage ist enorm wichtig, wenn es um fair oder nicht fair gehandelten Kakao geht. Der Inhaber der Plantage spielt dabei eine entscheidende Rolle, denn dieser ist für den Preis und folglich die Bezahlung der Bauern zuständig. Lovechock bezieht seine Kakaobohnen via „direct trade“ von Kooperativen aus Ecuador. Eine Gemeinschaft, die demokratisch und fair über Löhne der Kakaobauern und Qualität der Kakaobohnen verhandeln und entscheiden. Bei der Kakaobohne wird auf die Bioqualität geachtet. Die Sorte der qualitativ hochwertigen und geschmacksintensiven Kakaobohne ist die Arriba Nacional.

Nun werden die Bohnen gewogen und getrocknet, in der Fachsprache nennt man diesen Vorgang „fermentieren“. Nachdem die Bohnen in Säcke gepackt wurden, geht’s weiter zum nächsten Verarbeitungsschritt: Das Herstellen der Kakaopaste. Auch hier gibt es wieder Unterschiede von Schokoladenhersteller zu Schokoladenhersteller. Herkömmliche Hersteller gehen hier den Weg über andere Länder, um kostengünstiger zu arbeiten. Lovechock hat sich entschieden, die Kakaobohnen im gleichen Land weiterzuverarbeiten. Das hat den Vorteil, dass die Kakaobohne für diesen Vorgang noch sehr frisch ist. Des Weiteren sollen so neue Arbeitsplätze in Ecuador geschaffen werden. Außerdem, so Lovechock, haben die Menschen und Bauern vor Ort die besten Kenntnisse mit der heimischen Pflanze und eben das gewisse Know-How. 

Die Kakaopaste wandert nun weiter und zwar in einem großen, gekühlten Container auf einem Schiff direkt nach Holland. Im Herstellungsprozess der Lovechock Kakaopaste wird diese nie wärmer als 49 Grad, um die Superfood Eigenschaften des Kakaos beizubehalten. In Europa angekommen, geht es dann weiter zur Manufaktur in Heerugowaard, das ca. 40 km nördlich von Amsterdam liegt. Dort wird die Kakaopaste dann zusammen mit den typischen Lovechock Superfoods und dem Kokosblütennektar, welcher per „direct trade“ in Indonesien gekauft wurde, zu Riegeln und Tafeln verarbeitet. Bevor diese dann in den Verkauf gehen, werden die kleinen Zettel mit philosophischen Zitaten und Wünschen, die jedem Produkt beigelegt sind, hinzugefügt. Dies geschieht in einer Behindertenwerkstatt in Alkmaar, um die dortigen Menschen im Arbeitsmarkt zu integrieren. Danach geht es wieder zurück in die Manufaktur, von wo aus die süßen Schlemmereien in 22 Länder verschickt werden und letztendlich dem Endverbraucher, also dir und mir, einen süßen Moment im Leben zaubert.


Bilderquellen:

© lovechock

© fanniqué